Warum sind Omega-3-Fettsäuren bei Neurodermitis extrem wichtig?

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Fette sind wichtig, damit dein Körper funktioniert. Dein Körper braucht Fette, um zum Beispiel Zellwände oder Hormone aufzubauen. Omega-3-Fettsäuren spielen dabei eine besondere Rolle. Bei allen entzündlichen Krankheiten können sie sich positiv auswirken. Omega-3-Fettsäuren bei Neurodermitis können dabei helfen, die Haut in Balance zu bringen.

Omega-3-Fettsäuren bei Neurodermitis
Nur wenige Lebensmittel enthalten Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren und Entzündungen

Die Omega-3-Fettsäuren ALA, EPA und DHA gehören zu den essenziellen Fettsäuren. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Dein Körper kann sie nicht selber oder nur in sehr geringen Mengen herstellen. Diese beiden Fettsäuren verhindern, dass Entzündungen entstehen. Außerdem helfen sie dabei, bestehende Entzündungen zu stoppen.

Gegenspieler zu den Omega-3-Fettsäuren sind die Omega-6-Fettsäuren. Sie wirken entzündungsfördernd. Das bedeutet, wenn zu viele Omega-6-Fettsäuren in deinem Körper ankommen, werden Entzündungen und damit auch Neurodermitis befeuert.

Damit deine Haut eine Chance auf Heilung bekommt, ist es wichtig, Entzündungen zu stoppen. Um das zu erreichen, muss dein Fettsäureverhältnis optimiert werden. Omega-3-Fettsäuren bei Neurodermitis sind essenziell für die Heilung.

Omega-3-Fettsäuren bei Neurodermitis
Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann Entzündungen fördern

Das optimale Omega-6/3-Verhältnis

Bevor du Angst vor Omega-6-Fettsäuren bekommst, ist es wichtig zu verstehen, dass Omega-6-Fettsäuren per se nicht schlecht sind. Auch Omega-6 Fettsäuren sind essenziell und werden von deinem Körper benötigt. Es geht darum, dass du das richtige Verhältnis im Körper erreichst. Das optimale Verhältnis von Omega-6/3 sollte bei ca. 3:1 liegen. Wenn deine Haut akut entzündet ist, ist es sinnvoll ein Fettsäureverhältnis von 2:1, oder leicht darunter anzustreben

Omega-6 Fettsäuren hemmen Omega-3 Aufnahme

Der erste Schritt für eine bessere Omega Balance ist, nicht  zu viele Omega-6-Fettsäuren zu essen. Du kannst  Produkte meiden, die Sonnenblumen- oder Distelöl enthalten. Der Grund, warum es so wichtig ist, das Verhältnis zu optimieren, liegt in unserem Stoffwechsel. Beide Omega Fettsäuren nutzen das gleiche Enzym, um von unserem Stoffwechsel aufgenommen zu werden. Gelangen zu viele Omega-6 Fettsäuren in unseren Körper, besetzen sie das Enzym. Die Omega-3-Fettsäuren können vom Körper nicht aufgenommen werden.

Wieso ist es so schwer das optimale Verhältnis zu erreichen?

Während unsere Vor-Vor-Vorfahren in der Steinzeit noch keine Probleme mit dem optimalen Fettsäureverhältnis hatten, wird es für uns immer schwieriger. Fertiggerichte, zu viel Fleisch und Getreide sorgen dafür, dass wir deutliche mehr Omega-6-Fettsäuren aufnehmen. In fast allen industriell hergestellten Produkten ist billiges Sonnenblumenöl enthalten. Dies hat das schlechteste Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis (120:1). Zum Vergleich Leinöl kommt auf ein Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis von etwas 1:3. Unser Essen enthält im Durchschnitt 10- bis 20-mal mehr Omega-6 als Omega-3-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren bei Neurodermitis
Unser Essen liefert kaum Omega-3 Fettsäuren

Den Omega-3 Bedarf decken

Wichtige Omega-3 Quellen sind fettreicher Kaltwasserfisch wie Hering, Makrele, Lachs und Thunfisch. Da Omega-3 Fette sehr hitzeempfindlich sind, sollte der Fisch schonend zubereitet werden. Außerdem ist bei dem Verzehr von Fisch darauf zu achten, dass die Qualität stimmt. Wenn du Fisch essen möchtest, kaufe ihn möglichst aus biologischer Aquakultur. Wildfische haben oft eine hohe Schwermetall- und Chemikalienbelastung.

Omega-3-Fettsäuren bei Neurodermitis
Quellen für die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren

Pflanzliche Omega-3 Quellen sind Leinsaat, Hanfsamen, Walnüsse und die entsprechenden Öle. Allerdings kann der Körper aus den pflanzlichen Quellen nur sehr wenig der wichtigen Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA umwandeln. Darum reicht nur Leinöl leider nicht aus, um deinen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren zu decken. Nur Fischprodukte/-öle sowie Algenprodukte/-öle enthalten EPA und DHA.

Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel

Omega-3-Fettsäuren bei Neurodermitis
Nahrungsergänzungmittel mit Omega-3-Fettsäuren sind hilfreich

Es ist schwierig, allein über die Nahrung ausreichend Omega-3 Fettsäuren aufzunehmen. Wenn du an einer entzündlichen Krankheit wie Neurodermitis leidest, braucht dein Körper mehr Omega-3-Fettsäuren. Eine Ergänzung in Form von Omega-3-Ölen oder Kapseln ist in jedem Fall ratsam. Wenn du es ganz genau wissen willst, wie viel Omega-3-Fettsäuren fehlen, kannst du mittels Bluttests dein Omega-Index bestimmen lassen. Wie bei jeder Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel empfehle ich die Dosierung mit deinem Arzt oder Therapeuten abzustimmen.

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