Nahrungsmittelallergie Test – Finde in 6 Schritten heraus gegen was du allergisch bist

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Durch Allergien können die Symptome der Neurodermitis verstärkt oder sogar getriggert werden. Dein Essen kann den Zustand deiner Haut beeinflussen. Wenn du auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagierst, kann sich das in verstärktem Juckreiz, starken Rötungen der Haut oder einem erneuten Aufflammen der Neurodermitis zeigen. Es ist wichtig, dass du herausfindest, gegen welche Stoffe du allergisch reagierst. Wie du Nahrungsmittelallergien testen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Nahrungsmittelallergie Test - 6 Schritte um Allergien festzustellen

Um herauszufinden, welche Nahrungsmittel oder sonstige Stoffe dir Probleme bereiten, gibt es verschiedene Tests. Die meisten der Tests werden beim Hautarzt oder HNO Arzt durchgeführt. Diese Ärzte sind deine ersten Ansprechpartner. Die Allergie Diagnostik ist nicht immer leicht und erfordert Zeit und Geduld. Vor allem aber, kannst du mitwirken. Beobachte dich und deinen Körper. Kein Arzt der Welt, kann mehr über dich aussagen als du selbst.

1. Selbstbeobachtung

Wie bereits angesprochen, darfst und sollst du auf deinen Körper hören. Beobachte deinen Körper nach dem Verzehr von Lebensmittel. Das bedarf etwas Zeit und Geduld, doch es lohnt sich. Führe am besten ein Ernährungstagebuch und notiere dir wie du dich fühlst und wie sich deine Haut verändert. Wenn du Symptome beobachtest, notiere dir die Lebensmittel, die du gegessen hast. Diese Selbstbeobachtung dient dem Gespräch mit deinem Arzt. Du kannst zum Beispiel dieses  Ernährungstagebuch nutzen. 

2. Allergologische Anamnese

In einem Gespräch mit deinem Arzt oder Therapeuten wird betrachtet, gegen welche Stoffe möglicherweise eine Allergie vorliegen kann. So wird das Spektrum eingegrenzt und überflüssige Untersuchungen minimiert. Die weiteren Untersuchungen werden abgesprochen und durchgeführt.

3. Pricktest über die Haut

Pricktests werden vor allem bei Typ 1 Allergie eingesetzt. Die allergenen Stoffe werden auf deine Haut aufgetragen. Nach rund 15 Minuten wird geschaut, ob eine Reaktion stattgefunden hat. Dies zeigt sich in starken Quaddeln. So erhältst du sehr schnell erste Ergebnisse. Die Größer der Quaddel kann einen Hinweis auf die Stärke der Allergiebereitschaft deines Körpers geben. Getestet werden häufig Standardallergene wie Pollen, Gräser und einige Lebensmittel. Der Test wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Nahrungsmittelallergie Test Pricktest

4. IgE Test mittels Blutanalyse

Über eine Blutanalyse können IgE Antikörper nachgewiesen werden. Hierbei wird auch gemessen, wie stark die Allergie ist. Es gibt 6 Klassen, wobei Klasse 6 die stärkste allergische Reaktion darstellt. Du bekommst also sehr aussagekräftige Ergebnisse und weißt gegen welche Allergene dein Immunsystem rebelliert. Der Test wird von den Krankenkassen gezahlt. Allerdings wird er nicht immer vom Arzt direkt angeboten. Man muss hier etwas hartnäckiger sein. Aus meiner Sicht lohnt es sich sehr, einen solchen Test durchführen zu lassen.

5. IgG Test mittels Blutanalyse

Auch IgG Antikörper lassen sich im Blut nachweisen. Dieser Nahrungsmittelallergie Test ist stark umstritten. In der Schulmedizin ist dieser Test nicht anerkannt. Hier gilt das Vorliegen von IgG Antikörper lediglich als Zeichen, dass der Körper mit einem bestimmten Nahrungsmittel Kontakt hatte.

Viele Heilpraktiker hingegen sind vom IgG Test überzeugt. Es werden oft hundert verschiedene Nahrungsmittel getestet. Auch bei diesem Test gibt es eine Einordnung in die Stärke der Allergie. Nahrungsmittel, die besonders auffällig sind, müssen dann gemieden werden. Die Kosten werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt.

Persönliche Anmerkung: Ich habe einen IgG Test durchführen lassen. In meiner Verzweiflung wollte ich alle Möglichkeiten ausschöpfen. Neben rund 200 Euro weniger bin ich um eine Erfahrung reicher. Bei mir wurden sehr viele Allergien diagnostiziert. Ich hatte eine Liste mit rund 20 Lebensmittel, die ich noch essen durfte. Meine Haut besserte sich, nach einigen Wochen, in der ich diese Diät durchgehalten habe, doch meine Lebensqualität sank sehr stark. Ich persönlich würde den IgG Test nicht empfehlen. Nicht weil ich gegen alternative Heilmethoden bin, ganz im Gegenteil, sondern weil es einfacherer und kostengünstigere Methoden gibt.

6. Eliminationsdiät

Bei der Eliminationsdiät isst man 7 bis 14 Tage eine allergenarme Ernährung aus Lebensmitteln, die generell ein sehr niedriges Allergiepotential haben. Das Hautbild sollte sich innerhalb dieser Zeit verbessern. Anschließend führt man alle vier Tage ein neues Lebensmittel ein. Zeigen sich die Symptome erneut, hat man ein Allergen identifiziert. Wenn Symptome aufgetreten sind, muss so lange gewartet werden, bis sie wieder abgeklungen sind. Erst dann kann ein weiteres Lebensmittel getestet werden. Für die Eliminationsdiät brauchst du Zeit und Geduld. Oft ist es jedoch der einzige Weg, um Licht ins Dunkle zu bringen. Insbesondere dann, wenn die vorherigen Allergietests zu keinem Ergebnis geführt haben, du aber dennoch der Meinung bist, dass das Essen Einfluss auf deinen Hautzustand hat. Als Grundlage für die Basis Ernährung kannst du dich an den Leitlinien der Ernährungs Docs orientieren.

Auf den richtigem Weg

Wenn du alle sechs Schritte durchlaufen hast, hast du hoffentlich deine Nahrungsmittelallergie identifizieren können. Herzlichen Glückwunsch! Das ist ein großer Schritt, um deiner Hautgesundheit ein Stück näher zukommen. Oft ist es wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, doch es lohnt sich, am Ball zu bleiben. Wie du mit deinen Nahrungsmittelallergien umgehen kannst, erfährst du im nächsten Artikel.

Lass deine Haut strahlen!

Alles Liebe, deine Sara

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